Espressokocher Reinigung und Pflege

Espressokocher reinigen & pflegen

Espressokocher reinigen & pflegen

Sicherlich kennen Sie die Situation, wenn es darum geht, Ihren Espressokocher zu reinigen. Viele Modelle bestehen aus 8 Kanten und sind daher wirklich schwer zu reinigen. Die vielen Winkel, Rundungen oder Ecken sind mit einem normalen Schwamm und der Hand schwer zu erreichen. Und so lagern sich mit der Zeit unangenehme dunkle Espressoreste ab, welche auch bei heißem Ausspülen nicht weg gehen.

Das schlimme: Bei jedem Mal Espresso kochen brennt sich wieder eine Schicht Rest in die Kanne ein. Irgendwann entscheiden Sie sich dann doch dafür, die Espressokanne zu entsorgen und sich eine neue anzuschaffen. Damit Sie aber nicht ständig eine neue Espressokanne kaufen müssen und trotzdem stets eine saubere und ordentliche Kanne besitzen, möchten wir Ihnen nun einen kleinen Ratgeber zum Thema Reinigung und Pflege mit auf den Weg geben.

Aus was eine Espressokanne besteht

Für die Reinigung können Sie die Espressokanne in viele Einzelteile zerlegen und die einzelnen Komponenten reinigen um sie anschließend wieder zusammen zu bauen. Dies ist in der Regel relativ schnell und einfach passiert. Eine Espressokanne besteht grundsätzlich aus folgenden Teilen:

  • Trichter
  • Siebeinsatz
  • Kannenunterteil
  • Kannenoberteil
  • Dichtung
Espressokocher Bestandteile

Espressokocher Bestandteile

Normalerweise reicht es aus, wenn Sie Ihren Espressokocher nach dem Espressokochen mit der Hand reinigen. Unter fließendem Wasser und mithilfe eines Haushaltschwammes können Sie die Rückstände nach dem Kochen schnell und einfach entfernen.

Nehmen Sie dafür ein besonders schonendes Spülmittel her, um die Beschichtung der Kanne nicht zu beschädigen. Dies ist nämlich der Hauptgrund dafür, dass sich mit der Zeit Kaffeerückstände dort festhalten können und sich nicht mehr lösen lassen.

Normalerweise sind die Teile eines Espressokochers so konzipiert, dass an diesen keine Rückstände haften bleiben können. Dies ist auch absolut wichtig, denn dann können sich kein Schimmel oder andere Bakterien bilden. Denken wir dabei einen Milchaufschäumer, bei dem sich dieses Problem häufiger ergibt.

Haben Sie bitte trotzdem ein Auge auf die Gummidichtung, denn diese ist das wohl einzige Verschleißteil, welches Sie mit der Zeit auswechseln müssen. In der Regel lassen sich solche Dichtungen direkt beim Hersteller anfragen und nachkaufen. Damit dies eher später als früher passiert, sollten Sie die Reinigung in der Spülmaschine weg lassen.

Manche Geräte sind natürlich mit „Spülmaschinenfest“ markiert, sodass Sie diese Modelle natürlich schon in der Spülmaschine reinigen können. Wenn Sie aber kein solches Modell besitzen, so empfehlen wir nach der Reinigung, die Teile nicht in die Sonne zu legen. Dabei können diese nämlich sehr schnell porös werden. Das Nachkaufen ist eigentlich kein Problem.

Hin und wieder müssen Sie Ihren Espressokocher entkalken. Dafür gibt es entweder schonende Produkte zu kaufen, oder aber Sie greifen auf schonende Hausmittel zurück. Die Zitronensäurelösung ist dabei die beliebteste Lösung für die Entkalkung der Espressokanne. Geben Sie die Zitronensäurelösung auf 2-3 Esslöffel und einem Liter Wasser. Weichen Sie nun den Filtereinsatz und das Sieb separat ein, die Gummidichtung sollten Sie aber nicht damit behandeln. Lassen Sie nun die Lösung eine Zeit lang einwirken und spülen Sie dann die Einzelteile gründlich mit warmem Wasser ab.

Gebrauchte Espressokannen gründlich reinigen

Gebrauchter Espressokocher

Gebrauchter Espressokocher

Auch gebrauchte Espressokocher müssen regelmäßig gereinigt werden. Je nach Häufigkeit der Anwendung müssen Sie auch anschließend reinigen, jedoch  nicht mit Spülmittel oder Spülwasser. Online können Sie diverse Reinigungsprodukte oder Entkalker erwerben, welche nicht teuer, aber dennoch wirksam sind. Ein neuer Espressokocher ist um einiges teurer in der Neuanschaffung.

Für rund sieben Euro empfehlen wir den Espresso Spezial-Entkalker von Durgol. Dieser Entkalker eignet sich überwiegend vor hochwertige Espressomaschinen, aber auch Espressokannen können damit professionell gereinigt werden. Sogar Teekessel werden wirksam entkalkt und gereinigt. Die gebrauchsfertige Mischung reicht dabei für zwei, bei sparsamer Anwendung für drei, Reinigungen.

Reinigung und Pflege von Aluminium Espressokannen

Reinigen für guten Espresso

Reinigen für guten Espresso

Aluminiumkocher sollten gut gepflegt werden, denn das Material ist sehr empfindlich. Ist die Kanne nicht mehr in Ordnung und zu sehr verschmutzt, so schmeckt auch der Espresso nicht mehr. Ein bitterer Beigeschmack verrät einiges über den Zustand im Inneren der Kanne. Verwenden Sie dafür aber keine chemischen Kalklöser.

Meist löst sich der Kalk bereits, wenn Sie die Kanne mit einem Mikrofasertuch nass auswischen und anschließend gut abtrocknen. Auch eine leichte Essiglösung kann den Kalk auf sanfte Art und Weise lösen. Mischen Sie einfach Wasser und einige Tropfen Essig, lassen die Mischung anschließend gut einwirken, und spülen Sie dann die Teile mit warmem Wasser gründlich ab.

Achten Sie darauf, dass die Kanne nicht allzu lange auf dem Herd stehen bleibt, ansonsten kann es passieren, dass das Unterteil irgendwann durchbrennt. Sobald das Wasser unten aus dem Unterteil entwichen und vollständig nach oben entwichen ist, wird die Hitze für das Material gefährlich und greift dieses an. Aluminium ist ein sehr gutes aber auch sehr weiches Material, das sich durch zu scharfe Putzmittel oder zu harte Putzschwämme leicht ablöst. Sobald dies passiert ist, schmeckt der Espresso nicht mehr richtig, eher bitter und fade.

Weitere Tipps zur Reinigung von Espressokochern

Tasse mit Espresso

Tasse mit Espresso

Fakt ist zunächst, dass die Reinigung nach jeder Nutzung passieren sollte. Lassen Sie Rückstände nicht einwirken oder gar über Nacht stehen. Und auch wenn der Espressokocher noch heiß ist, sollten Sie ihn noch nicht sofort säubern. Warten Sie ab, bis sich der Kocher abgekühlt hat. Je nach Modell können Sie die Teile zunächst auseinander bauen.

Schrauben Sie den  oberen Teil vom Unterbau ab und entnehmen Sie das Sieb. Klopfe das Kaffeepulver heraus und spülen Sie die Teile unter kaltem Wasser ab, bis alle löslichen Rückstände entfernt sind. Sehr starke Verschmutzungen können leicht mit Fit-Wasser abgespült werden. Wichtig ist es, dass Sie alle Bestandteile gut abtrocknen, bevor Sie die Espressokanne wieder verwenden. Wasser- und Kalkflecken haben so gar keine Chance.

Die Gummidichtungen benötigen mehr als nur eine Reinigung unter fließendem Wasser. Das Abmontieren ist leicht. Seien Sie bei der Reinigung mit etwas Spülwasser aber vorsichtig und verwenden Sie nur einen schonenden Lappen, keine rauen Spülschwämme. Benutzen Sie aber grundsätzlich nur wenig bis gar kein Spülmittel. Sonst könnten Chemikalien den Geschmack des Espressos negativ beeinflussen. Weniger ist also in diesem Falle mehr, damit die Qualität nicht leidet.

Wenn sich alle Verschmutzungen nicht mehr lösen lassen und auch das Entkalken nicht mehr geholfen hat, so ist eine Neuanschaffung auf jeden Fall anzuraten, wenn Sie künftig nicht auf guten Espresso verzichten wollen. Rechnen Sie für gute Espressokocher zwischen 40 und 100 Euro, aber auch bereits ab 14 Euro sind einigermaßen gute Kannen erhältlich.